Dienstag, 31. Mai 2022

Von Königswinter nach Oxford, poetry & art im Juni

 Endlich geht es wieder los! 

Finally, it happens!

 

 
15. Juni Booklaunch at Ovada, Eva Wal, Poems in the Hourglass
 My first collection of German and English poems
with own translations into English or German.
 

 
 
 
 
 
Reading together with special guests, featuring

Sarah Watkinson,

Dorothy McCarthy,

Jane Spiro, Pat Winslow

& Open Mic

Bill Jenkinson will compere the show.
 
 
 
Preparation of my art installation MADRIGAL
 
Vorbereitung meiner Installation MADRIGAL
@ Ovada 



Poesie erleben: lesen, hören, sehen und herumgehen.
 
Das kleine Campingzelt mit silbergrauer Haut wird im dunklen Videoraum von Ovada aufgestellt.
Ich verbinde die Handschrift im Inneren des Zelts mit meinem gesungenen Video-Gedicht "Unruhe", welches auf die Außenseite des Zelts projiziert wird zu einem MADRIGAL.
 
Inspiriert wurde ich von Tranströmers gleichnamigem Prosagedicht, hier in eigener Übersetzung ins Englische.
 

Experiencing poetry: read, listen, look and walk around!

The tiny camping tent will be installed in the dark video room at Ovada.
I connect the handwriting inside the tent with my sung video poem "turmoil" that will be projected onto the silver-grey skin of the tent. This is my MADRIGAL.
For my work I was inspired by Tranströmers prose poem:


MADRIGAL

 

I have inherited a dark forest where I seldom go. There comes a day when the dead and living swap places. Then the forest starts to move. We are not without hope. The most severe crimes remain unsolved despite the efforts of many policemen. In the same way, somewhere in our lives there is an unresolved great love. I have inherited a dark forest, but today I go into the other forest, the light one. All living things that sing, wriggle, wag and creep! It is spring and the air is very strong. I took my exams at the university of oblivion and my hands are as empty as the shirt on the washing line.  

 
Tomas Tranströmer

Translation from German, Eva Wal, 2022



 

Turmoil

 

There is turmoil in the woods

             

In the middle of my breath marbles

criss cross, welter

Speech and talk rumble in confusion

 

I see a tree

a light inside resounding into dawn

 

Light and shadow float through

the woods

 

There is turmoil in my breath,

in the woods, this particular

turmoil of the urns

 

owls hiding

birds crawling

mice running

 

Standing in the middle of a gathering

wind, rain and sunbeams pour down on me

 

Rays hit me, do they come from the ash?

 

Possibly, I am alone

 

Swimming through death’s proximity

passing death’s stripes

nothing ends, everything begins

 

Blue turns the sky as it darkens.

 
 
Unruhe, Eva Wal, own translation into English
 
 
 
 
Doch der Juni beginnt erst einmal mit einer musikalisch-visuellen Lesung in Königswinter, mit Sigune Schnabel und Max Kreide: 
 
 


 

 
Maria Valewa und ihre Gäste


Eine mehr als zweistündige, unterhaltsame Lesung mit aufmerksamen Publikum.

Zu und mit bildender Kunst und Musik, Improvisationen wie Kompositionen. 
 
 
 
 









Ein kleiner atmosphärischer Eindruck aus meinem Gedicht "Dämmerung" zu Impros von Max Kreide.


Als Überraschung gab es zweimal Automatisches Schreiben zu Musik, 5 Minuten Gedankenstenografie, taufrisch gelesen. Zweimal, vor der Pause und zum Schluss.
 
Text 1
 

 

Text 2

 

 

Dienstag, 10. Mai 2022

Gartenpremiere

Buchlesung, Musik und kleines offenes Atelier

Maria Valewa und Eva Wal in Personalunion

 

 siehe vorige Posts, Zum Greifen...

 

 Intro: Geigen-Reigen seliger Geister von Gluck, Orpheus und Eurydike

Kompositionen und Jazz von Max Kreide, Gesang Doris Marnach

Abends bei Regen und Gewitter


Nacht und Tag im Atelier


 
Zwei Fotos von Überraschungsgast Markus Bollen
 

 

Zweite Lesung, Sonntag Nachmittag bei Sonneschein




Zu diesem Anlass habe ich einmal meine Totem-Skulptur aufgehängt. Der Ast einer gewaltigen Weide, die im Künstlerdorf Schöppingen das Galeriegebäude, einen ehemaligen Rinderstall, überspannt, krachte bei einem Gewitter herunter. Jahre später nach meinem Stipendium dort habe ich daraus eine Skulptur geschnitzt. Das Holz war teils morsch, der 1 m lange Ast ist nun ein sehr fragiles Schnitzwerk.

 

 






Die Weide im Künstlerdorf Schöppingen über der Galerie,

die ich in einen "Kranichraum" verwandeln durfte.

 
 
Das Projekt "Planetenmaschine" in Schöppingen. Zuvor war ich damit nach Oxford gereist, ans Pegasus Theatre, 2008 (Foto). Katalog, 2009 im Verlag Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.
 

 

 

Dienstag, 3. Mai 2022

HOTSPOT Königswinter

 

 

Auftaktausstellung unserer Gruppe "Der Wald und der Sturm" zum 1. Mai.

Beginn der Residenz bis September (s. auch voriger Post und kalender).

 


Einige Bilder meiner Arbeiten und der Lesung von unserem Fotografen Markus Bollen, vielen Dank!

https://www.panoramic-art.de/kontakt/ 

 

Canada-Raum in dunklem Rot. 

Baumbild 100 x 140 cm, Gouache auf Leinwand 

Tannenbaum im Fenster von Katja Wickert


 

Ankündigung der Canada-Reise im August



 



Baumraum, Baum für Lebende und Tote (nach Tomas Tranströmer)

Gouache auf Papier, 270 x 150 cm



Lesung aus meinem Buch "Zum Greifen fern"


 

 

Mein lieber Wald

 

Mein lieber, blauer Wald

Das Abendlicht dringt und drängt

in Deine Kammern flimmernd

vor pochendem Laub

 

Hinter weißen Schleiern

Eulengeheul

 

Unter glänzenden Netzen

Spinnengeklapper

 

Mein lieber, grauer Wald

sepiabraun, wolfsweich die

wilde Melodie

 

Mein lieber, lieber Liebeswald

Umschlungen die Baumarme, Bäuche,

Leiber,

Wurzeln

 

Nackt die Stämme im Totholz

liegen kreuz und quer

Wie mächtig Deine Torsi!

 

Das Stampfen und Flattern

in Deinen Laubzimmern, das

Pfeifen der Pilze und die

Silberstimmen besaiteter Äste sind

symphonischer Klang da oben

in den Kronen

 

Und unten am Grund,

tief in der Erde,

glüht es schwarz und

feuerrot.



Christine Burlon, Initiatorin der Gruppe, mit ihren Celli


Ohne Faxen geht es nicht.

Mit Christine und Freunden.
 


 


Beim Aufbau mit Margret Schopka,

die unserer Gruppe die Einladung nach Königswinter eröffnet hat.

Dahinter steht das kulturbuero nr5, Franca Perschen und Helmut Reinelt, die das gesamte Projekt ermöglicht haben: https://nr5.wildscreen.de/nr5/team/



Hier geht's zur Seite unserer Gruppe:

https://kunst-wald-sturm.jimdosite.com/