Montag, 23. August 2021

2. Literarischer Nachmittag

Der zweite Literarische Nachmittag "Mit Bäumen Sprechen" fand am Sonntag, 22. August im Rösrather Skulpturengarten Brander Straße statt, und zwar entgegen vorhergesagten Gewittern und starkem Regen bei rundum friedlich-freundlichem Wetter.

Zehn Autorinnen und Autoren, darunter drei Überraschungsgäste, luden in ihren Texten und Liedern zu weltenumspannenden Reisen ein. Dichtende (Kinderbuch-) schriftstellerin Andrea Karimé zeigte, wie sich Gedichte (ihres noch unveröffentlichten neuen Bandes "Das schönste Zimmer in meinem Kopf") um jeweils ein Wort aus einer der 200 Sprachen Afrikas drehen können. Diana Ivanowa sang ein bulgarisches Lied, das den grünen Wald verehrt. Eine Hommage an Bäume von Hermann Hesse trug Beatrix Rey vor, gefolgt vom Anfang des Romans "Jakob der Lügner" von Jurek Becker, Letzteres als Beitrag gegen Rassismus und was die Bäume - oder besser gesagt deren Fehlen im Warschauer Ghetto - damit zu tun hatten. Adrienne Brehmer nahm uns mit auf einen "Spaziergang" durch den Regen und zum Brunnen am Ebertplatz in Köln, und Liedermacher Bernd Bobisch sang vom Gehen, Nachdenken, Fühlen, Spüren und Meditieren im Wald während des Lockdowns. Die Initiatorin des Skulplturengartens, Helli Hecht, trug ein Farngedicht auswendig vor. Mein Gedicht "Farn" antwortete darauf. Von mir kam weiterhin ein Trauergesang um eine Buchenfamilie, die zum Sternbild wird und eine apokalyptische Vision, "Schatten", um das Verhältnis von Mensch und Natur, hier vorgetragen von Michael Domas. In seinem eigenen prosaischen Text erfand er ein Szenario, in dem Bäume reine Fiktion sind. Ebenso fiktiv ließ Gudrun Hillmann den Rhododendron zum Olivenbaum werden und den Farn zum Tannenbaum. Zum Schluss führte uns Irma Shiolaschvili von den Bäumen zum Rhein, und dies am Teich im Skulpturengarten und zum Deutschen in georgischer Sprache mitsamt Schriftbild. 

Mit herzlichem Dank an alle Vortragenden, Singenden, Zuhörenden und Fotografierenden!

Hier die Galerie mit Fotos von Markus Bollen: 


Die Vortragenden, v.l.n.r.: Andrea Karimé, Diana Ivanowa, Bernd Bobisch, Eva Wal, Michael Domas, Irma Shiolaschvili, Gudrun Hillmann, Helli Hecht, Beatrix Rey und Adrienne Brehmer





 Drei Fotos, von hier nach oben: Oliver Kerth

































Mit dabei: die Ziegenböcke Ingo und Uwe.






Idee, Organisation und Moderation der Literarischen Nachmittage im Skulpturengarten: Eva Wal.

Mitorganisation, Unterstützung: Helli Hecht.

Fotos: Markus Bollen, www.Panoramic-art.de


1. Literarischer Nachmittag: Posting vom Juni

Zum PUKA, meinem gefilzten Hasen-Wesen im Skulpturengarten: Posting vom Mai


Mittwoch, 21. Juli 2021

Flut

Wachskreiden, Gouache und Kohlestift auf Leinwandpapier, 140 x 180 cm


Vergangene Woche stürzte sich eine Flutkatastrophe zwischen die Pandemiewellen. Es sei die Rache der kleinen Flüsse, hörte ich, in deren Schleifen und Schlingen kleine Dörfer lagern. Im heftigen Dauerregen schwollen sie an, traten über die Ufer. Das Hochwasser zerstörte, zermalmte Autos, Häuser, Dörfer, Felder, Tiere und brachte mehr als hundertfünfzig Menschen den Tod, darunter Kinder, Helfer, Feuerwehrleute.
Opfer, die, wie sich nun herausstellt, wahrscheinlich zu einem großen Teil hätten vermieden werden können, hätte man an manchen Stellen rechtzeitig und verantwortlich gehandelt.
Und wenn, ja wenn, wir alle die Stimme der von uns Menschen geplagten, lädierten oder zerstörten Natur gehört und rechtzeitig verantwortlich gehandelt hätten, würde es vielleicht zu solchen Katastrophen nicht in diesem Ausmaß oder auch nur nicht in der jetzt zu erwartenden Häufigkeit kommen. Wenn, ja hätte, würde, könnte, sollte... das etwa ein Signal für den Klimawandel sein?, höre ich in den Nachrichten und erfahre als nächstes, dass nun schon der zweite Milliardär die Schwerelosigkeit in einer Rakete im All genoss und wohlbehalten wieder auf der Erde gelandet sei. Ja, lasst uns doch in den Weltraum fliegen, um dort weiter zu schänden und zu rauben! Erst einmal aber müssen wir uns so bereichern, dass wir uns eine Rakete kaufen können, eine kleine wenigstens, besser aber eine richtig große. Und dann nix wie ins All!

Mir wird kalt, etwa so, mit dieser fast 40 Jahre alten Vision: https://www.youtube.com/watch?v=KQRaj1vcnrs

Von solchen Ereignissen erschüttert, zumal fast vor meiner Tür, wobei unser Dorf und die Umgebung gänzlich verschont blieben, wurde mein Bild, das ursprünglich Gedanken an einen Baumstamm oder Baumiges, Waldiges trug, zu einem Strom, einer Sturz- oder ja, zu einer apokalyptischen Sintflut.
















Dokumentation: 17. bis 21. Juli 2021



Sonntag, 27. Juni 2021

1. Literarischer Nachmittag

 Fotogalerie zum Literarischen Nachmittag "Mit Bäumen Sprechen" am 26. Juni im Skulpturengarten Brander Straße, Rösrath (s. Ankündigung im vorigen Posting).

Ein wunderbarer, entspannter Nachmittag mit hochkarätiger Literatur, großartigen Vortragenden und Zuhörer*innen.

Mit dabei: Helli Hecht vom Skulpturengarten-Team.

Dank an alle!

Eine Wandel-Lesung, welche unterschiedliche Orte im Garten bespielt.

Idee, Orga und Moderation: Eva Wal



Zu Beginn: Markus Bollen mit Weisheiten aus dem Tao te Ching.

Adrienne Brehmer lädt zu einem poetischem Spaziergang ein.

Iris Schürmann-Mock
liest ihre hinreißenden Kindergedichte.

Max Kreide trägt eine chinesische Geschichte zum Baum vor (s. Presse).

Im Hintergrund: Skulptur von Frank van Well.


Helli Hecht vom Skulpturengarten-Team (links)

Panoramafoto: (c) Gisela Schwarz

Eva Wal mit Lyrik
und einer Performance zum Filz-Hasen mit Anselm Göhring
(s.u.)




Michael Domas erzählt von der Rache der Natur durch "Wespen" (s. Presse).


Skulptur von FOS

Nachfolgende vier Fotos (c) Markus Bollen

Viola Michely liest und zeigt Texte und Fotos aus ihrem
Unikat-Skizzenbuch "Öffnungen".

Monika Littau, links, hier als Zuhörerin, liest chinesische Minaturen aus ihrem Buch
"Von der Rückseite des Mondes" und Gedichte aus ihrem Band "über malungen".




Foto (c) Markus Bollen


Am Teich



Fotos: Oliver Kerth



Sprach-Klang-Performance zu den Dingen und Orten des weltenreisenden
Schelm- und Schutzgeists PUKA in Gestalt eines Hasen,
meiner Arbeit im Skulpturengarten.

Diese Dinge stecken in ihm,
und aus diesen Orten kommen sie:

Performance-Partitur



Zum Puka: Posting vom Mai.


Der Puka kommt ansonsten gerne in Form einer Ziege vor.


Zu meinen Texten siehe: lyrik auf diesem Blog.
Das Reh, lyrische Prosa-Miniatur und
März, auch Posting vom März.


 
 
Und dann noch ein Artikel von Gisela Schwarz.
 
Die Akteur*innen hinter dem Kunstwerk von Dirk Müller.