Ich kam auf dem
sommerwasser mit dem
hummmelbrummenden
summen in meinem herzen die fensterflügel standen weit
offen ein warmer wind wehte hinein
Ich nahm den sommer mit wie einen arm voller heu für winterschafe
am ofen mit dem knisternden feuer denke ich an die milde der
schatten welche die bäume in der großen hitze spendeten
Nun werden beeren zu nüssen blüten zu früchten
das gelb der trockenheit weicht den herbstfarben
die schafe tragen blätter auf den nassen hörnern
zur dekoration
Das leben wurde ein
janusköpfiges
ding ein wesen aus malader materie
und den wachsenden flügeln des geistes
der fantasie
Immer wieder brach die materie zusammen
über dem geist immer wieder schüttelten sich
die flügel den staub aus den federn
erhoben sich mit dem körper in ihrer mitte
Unten auf dem weg glänzen feuchte eicheln zwischen
den ungeschliffenen diamanten die von meiner zunge glitten
und herabgefallen waren
schneller präziser als das fallende laub
nicht rauschend sondern klirrend wie
die sterne am kalten firmament
der kompass
(c) Eva Wal, VG Kunst
