Sonntag, 1. November 2020

Das rote Haus


Ein Horizont umkreist die Welt, steht unberührt und unverrückt. Ich klettere entlang der Tropfen, das singende Grau umhüllt mich wie luzide Federn. Im roten Haus bellen meine Träume. Die leeren Räume bereit für uns, dich und mich zu umfassen, zu halten. Ich teile die Zimmer auf: Du unten, mit Werkstatt dazu, ich oben im Dach, mit der Vogelaussicht; hell und kühl, Farben, Pinsel, Papier und Tinte. Unten Holzfeuer und Dämmerlicht. Ein Bett in jedem Stockwerk und draußen ein Norweger Pferd im Stall, das durch die Dünen und Hagebutten trabt. Rote Lampen im Wächtergras; mal schneidend, mal mild streifen uns die Halme. Der Weg führt an den gekrümmten Hecken vorbei vom Haus zum Meer. Ich kann Ebbe und Flut nicht unterscheiden, nicht Tag und Nacht, meine Handschrift nicht von den Spuren des Winds auf dem Sand. Wir werden kaum Besuch haben, denn hier ist nichts, heißt es, aber das ist mir gerade recht. Der Wind ist ein Wolf, der ums Haus streicht, ein Lamm, das den Wolf schlafen legt. Die Sonne wärmt vom anderen Ende der Welt. Ich umarme die ganze Welt und dich, bleibe gerne hier, an welchem Pol auch immer. Mein Fell ist dicht gewachsen, die Haut dünn, die Zähne elfenbeingelb; klackernd, mahlend bewachen sie meine Zunge, wie sie Wellen in den Sand malt. Dort steht das rote Haus, und das Pferd trabt vom Meer über den Weg nach Hause.









Zum Novemberbeginn

Dänemark, Jütland, Herbst 2020


Freitag, 16. Oktober 2020

Begegnung

 

Im hellen Galopp rasten brennende Pferde durch das Meer in meinem Traum. 
Der Traum ist ein Reh. Ich war ihm angekündigt, ein Menschenskind mit offener Fontäne, doch der Rest einer Furcht hieß es, hinter einem Baum hervorzuschauen, bevor es seine Schnauze, ein kreisrundes Kissen, in meinen Bauch steckte. Die Augen drangen in meine Schultern wie Kugeln. Blütenmoleküle fielen aus dem Mark der Bäume ringsum. Das Rieseln war ein Wispern, das sich mit Gesang vermählte: die Wiesenblumen, die Grasspitzen, Flügel, die Luft pflügend. Die Erde, unter das Gras gezwungen, stöhnte tief. Und dort, im großen Blau, warst DU! 
Ich rief nach Dir und warf Brombeeren in Deinen Mund. Erlöst warst Du in der Offenheit des Himmels, frei Deine gebrochenen Augen in Strahlen, Schneeglänzen. 
 
Ich winkte und rief, mein eigener Geist in kindlicher Aufregung in diesem neuen Land. Noch oft werde ich hin und hergehen, Türen öffnen und schließen, sie klappern hören und versuchen, die Ströme in meinem Atem zu beruhigen. Die Turbulenzen, die aus meiner Fontäne schießen, wirbelnde Bänder.

Wir werden Gebirge aus Blumen bauen und darin eine Rast finden für die Gedanken an Dich. So ist es eben, die Hülle versenken wir, die Seele geht mit dem Wind oder mit dem Fluss. Wir bleiben hier, in unsere Körper genäht, vorläufig, endlich, die Füße auf Gras.



 
Juli/ Oktober 2020


Donnerstag, 15. Oktober 2020

Wolke


Ich mag so gerne Wolken leiden;

das ist die albernste von meinen Gaben,

und, von Natur aus unbescheiden,

muss ich, was mir gefällt, gleich haben.


Ich pflückt mir eine Wolke ab,

trug sie in beiden Händen

behutsam und sehr sanft herab,

um sie im Garten zu verwenden.


Ich konnte sie vom Liegestuhl aus sehn,

und meine Frau begoss sie oft und gerne.

Doch war sie lange nicht so schön

wie vorher aus der Ferne.


Der Himmel beugt sich schließlich nieder

mit seiner ganzen Last

und holt sich seine Wolke wieder.

Da schämte ich mich - fast.








Gedicht von meinem Vater, Rolf Göhring, August 1934 - Juli 2020





Dienstag, 22. September 2020

Atelier Neumond






Es war wirklich ein überwältigendes Wochenende mit offenen Ateliers und hunderten von Besucher*innen, die sich alle an die Corona bedingten Hygiene-Auflagen halten mussten, die teilweise Schlange standen und soviel Geduld und Interesse mitbrachten. Gespräche und Zeit mit so vielen Kunst-Gästen und auch Kolleg*innen, das gab es schon lange nicht mehr. Ein reichhaltiges Fest für eine ausgehungerte Künstlerschaft und ein ebensolches Publikum.

Dazu durfte ich meinen ersten !!! Schreibworkshop in diesem Jahr am Arp Museum durchführen. Ebenfalls eine Feier, ein Glück, gemeinsames Eintauchen in Kunstbetrachtung, eine Zeitreise durch Träume, Visionen und Zwischenwelten in der Kunstkammer Rau und das Erlebnis, innere Welten und Gedanken in Texte gefasst zu teilen. DANKE.







Zu sehen sind Schrift-Grafiken, Collagen, Zeichnungen, Bücher. Malerei und Illustrationen sind auf Postkarten erhältlich.
Vor allem die Bücher sind Gucklöcher in poetische Welten; Reisen durch jene Welten sowie geographische Länder wie Portugal, Island und Bulgarien.
Es gibt ebenfalls künstlerische Dokumentationen langjähriger Projekte wie die Liebesbriefe aus dem Koffer, 2004-2014, www.liebesbriefe-aus-dem-koffer.blogspot.com und eine Truhe mit handgebundenen Lyrik-Editionen aus den Jahren 2006-2017.
Die Planetenmaschine (2006-2011) ist als museales Objekt vertreten mit entsprechenden Video-Dokus und teils daraus ausgekoppelter, autonomer Videokunst in Wort, Bild und Klang.
In der Vitrine stehen neben bibliophilen Kostbarkeiten Instrumente und Schnitzereien aus der Zeit zwischen 1995 und 2013.

Eine Reise durch mein mäanderndes künstlerisches Leben, präsentiert im Bonner Atelier Neumond, das wir nun seit 10 Jahren betreiben.





















26. Offene Ateliers in der Bonner Altstadt, 19. und 20. September 2020.

 

Hier noch ein kurzes Video von Theo, der über viele Jahre an meinen Kunstprojekten teilnahm: www.evawal-kunstprojekte.blogspot.com.

 
 TheoFire:

Dienstag, 8. September 2020

Offenes Atelier

 
 
Wegen Überschneidung mit dem Schreibworkshop am Arp Museum (s. projekte/künstlerworkshops)
werde ich am Samstag vertreten. Am Sonntag bin ich persönlich anwesend.
 
 
 


Montag, 7. September 2020

Larve und Licht


 

Zwei Zeichnungen mit Pastellkreiden, je 42 x 58 cm, in Korrespondenz

zum Gedicht Dorfkirche, s. voriger Post.


Montag, 17. August 2020

Dorfkirche

Scharen von
Platanenblätterkrebsen
hasten über Plätze und durch Gassen

Wasser spritzt über gefrorene Kastanien

Aus Bäumen geschnittene Engel
bewachen die Toten in der kalten Kirche
aus sonnenheißem Stein

Diesen einen gerade Gegangenen
und Gekommenen haben sie
vor ihre Füße gelegt
Dort weilt er im Zwischenraum
weder an- noch abwesend

Er summt einen langen Ton der sich
ausbreiten darf in diesem Gebiet

Launisches Gelb sonores Bernsteingold
Veilchenviolett und Bleiweiß
sickern in das leiser werdende
Summen es

Zieht aus den Spalten und Schlüssellöchern
hinaus durch Gassen und über Plätze

Reitet auf Platanenblätterkrebsen
mit dem Wind

                zum Wasser

                            zum Ursprung
ins Blau.

 

 

Geschrieben in Collobrières, Südfrankreich, im August 2020

nach dem Tod meines Vaters am 27. Juli.

 In Trauer und Dankbarkeit *+

 

Die Zeichnung entstand am Morgen des Abschieds, einen Tag vor seinem Tod. 



Montag, 1. Juni 2020

Päijänne im Wald



Hier ist das Gedicht Päijänne zur Ausstellung "Der Wald und der Sturm"*
zu hören und zu sehen:


Dauer: 10:10 Minuten.
Performance, Sprache, Klänge und Bearbeitung: Eva Wal
Kamera: Oliver Kerth

* siehe voriges Posting:
Ausstellung Wald und Sturm im Juni


Ausstellung Wald und Sturm im Juni

Die erste Gruppen-Ausstellung nach dem Lockdown. Wir freuen uns sehr!




Foto: Isabel Oestreich.

Foto: Christian von Grumbkow

Ausstellungsansicht meiner Installation "Päijänne":
zwei Papierbahnen, je 100 x 250 cm, beschrieben (Kohle) mit den sieben Strophen meines Gedichts "Päijänne",
benannt nach dem tiefsten, längsten und zweitgrößten See Finnlands.
In der Mitte Schnur mit Fragmenten des Gedichts (s.u.).
Auf dem Notenständer: Gedichtedition (s.u., Edition), Spiegel (die rechte Papierbahn ist spiegelbildlich geschrieben), Besucher*innen-Info mit Verweis auf das Video auf diesem Blog im folgenden Juni-Posting ("Päijänne im Wald"). Das Video zeigt die Performance zum Gedicht, das gleichzeitig zu hören ist, unterlegt mit einer eigenen Klangkomposition.


© Foto: Rheinisches Bildarchiv, Michael Albers




Päijänne
Gedicht-Schnur, 2020
Gedichtfragmente mit Tinte handgeschrieben
auf Himalaya Lokta Büttenpapier und Papyrus an einer Schnur
Länge: 250 cm, Papiere jeweils ca 7 x 4 cm


Vorbereitung: Das Gedicht "Päijänne"*, aufgeteilt in zwei Schriftbahnen als Installation.
Linke Seite: geschrieben von links nach rechts.
Rechte Seite: geschrieben von rechts nach links.








"Päijänne" als Edition:



Päijänne Edition, 2010
Handgebundene Gedicht-Edition mit Originalgrafik
auf chinesischem Reispapier,
Einband kahari Naturpapier Walnuss
23 x 16 cm (quer)



Päijänne, 2020
Gedicht als Schriftgrafik, handgeschrieben vorwärts und rückwärts

mit Tinte auf Himalaya Lokta Büttenpapier, Türkisblau
50 x 75 cm
Unikat

 


* Das Gedicht "Päijänne" ist zu sehen und zu hören im nächsten Posting:
Päijänne im Wald.



Mittwoch, 6. Mai 2020

Leben: bist du nicht nur Traum?


Seltsame Zeiten bringen seltsame Bilder hervor.
Je normaler die Corona-Situation wird, desto abstrakter und surrealer erscheint mir wiederum die Normalisierung des Surrealen, was ansich ebenfalls normal ist, dauert es nur lange genug an.
So wundert es nicht, mit Lewis Carroll's Alice im Wunderland zu fragen:  
Leben: bist du nicht nur Traum?

Jedenfalls schien mir das der geeignete Titel für mein neues Paper Mural, das sich in der vergangenen Woche von mir malen ließ.

Seltsamer und seltsamer, "Courioser and Curiouser!" Cried Alice.



Gouache auf Papier, ca 150 x 300 cm

Dienstag, 21. April 2020

Unbekannt - Unknown


Unbekannt

Kauernd auf dem Schnabel
eines Vogels
kleiner als Nils Holgersson
trete ich an die Welt zu retten

Hoch oben reisen wir entlang der Flüsse

Unter uns glitzern und gleißen
sie in diffusem Licht

Nervöse Adern
Quecksilber Venen

Herzen fielen vom Himmel
wie Stare
verstreut
ein Massengrab
ein Muster

Ein Herz fliegt mit mir

unbekannt.



Unknown

Crouching on a beak
of a bird
tinier than Nils Holgersson
I report to save the world

High up we travel along the rivers

They sparkle and glisten
in diffuse light

Nervous cores
Quicksilver veins

Hearts fell from the sky
like starlings
scattered
a mass grave
a pattern

One heart flies with me

unknown.



Donnerstag, 9. April 2020

Umhüllungen


Blau ist die Farbe der Tage
Zumindest der Himmel spricht klare Worte

Die Natur ist ein freundliches Haus
Eine samtene Hülle

Warme Luft vermählt sich mit Märzkühle

Eine taubenetzte Weide spannt sich
über das Wurzelwerk meiner Seele

Ich klaube aus den Rillen und Furchen der Tage
Verlese streue schlafe spreche

Mein alter Wald ist neu erwacht
Die Zugänge geöffnet wie
wächserne Münder mit Zungen aus
Wildbienenhonig

Ich stecke meine Hände in den Boden
dann in den Bach
Lasse sie an der Sonne trocknen

Hineingestreckt in den Äther werden sie transparent

Sie fassen pastellfarbene Monde

Die gehen auf weichen Pfaden
scheu wie Rehe in der Dämmerung

Traumwandlerisches Erwachen in Corona-Tagen.




Veröffentlicht auf dem Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT:

//www.dasgedichtblog.de/lockdown-lyrik-142-umhuellungen-von-eva-wal/2020/06/05/?fbclid=IwAR13UTmdOFnpx_NAQkf1GGr5XNt0CCxTQZ9wZORTm8cVZp76juYr-ZlUg-0

Mittwoch, 1. April 2020

Der Fuchs


Ich gehe hinaus
aufs Feld
Renne durch Alleen weißer Blüten

Der Himmel schreit vor Erwartung

Der Mond scheint in die Sonne

Mein Herz ist bei Bäumen
In den Nestern hoch oben
in wiegenden Wipfeln

Stimmen heften sich
an Blicke ins noch kahle Geäst

Zweige und Knospen

Meine Füße pressen sich ins nackte Gras

Winterlich gereinigt
liebe ich frei

All meine Sehnsucht ziehe ich aus und werfe sie davon

Der Fuchs springt aus meinem Leib

Nach dem Spaziergang sitze ich am Fenster
Eine Schale süßen Tees in den Händen

Vor dem Mund rosaroter Schaum.



Primavera


Conciliation, Goauche auf Papier, ca 340 x 150 cm, März 2020

Samstag, 28. März 2020

Brücke/ Bridge

Seit zwei Wochen zuhause. Die Schulen haben geschlossen, die Cafés, Restaurants, Geschäfte, Kultureinrichtungen. Das öffentliche Leben liegt brach, weltweit. Es ist wie aus einem Science Fiction. Man soll zuhause bleiben, im Familienverbund. Das heißt mit Katze, Hund und Ehepartner im home office oder mit der Familie, der WG, aber auch alleine in einer Hochhauswohnung oder im Altenheim.
Leere Regale in den Supermärkten. Menschen hamstern und handeln panisch, egoistisch, aggressiv, oder sie zeigen Fürsorge für andere und Dankbarkeit für jene, die jetzt an der Front die Stellung halten: Ärzt*innen und Pflegepersonal, Kassierer*innen, Polizei, Müllabfuhr und viele mehr.
Ideen sprießen aus dem Boden, wie man helfen kann, um für sich selbst eine existentielle Notlage abzuwehren oder auch nur die Langeweile. Die sozialen Medien müssen nun vielfach physische Nähe ersetzen. Humor und Hass, Gier und Gemeinschaftsgeist zeigen sich neu, nicht nur im virtuellen Kosmos der Möglichkeiten.
Das Sars-Virus Covid-19, Corona genannt, hat die Welt im Griff und zwingt zu einer Generalpause.
Die Natur atmet auf, der Frühling kommt mit Macht.
Die Pandemie ist zur weltweiten Realität geworden, die sich gleichwohl abstrakt und surreal anfühlt, und deren Auswirkungen wir noch überhaupt nicht ahnen können. Alles andere ist weit in den Hintergrund der Wahrnehmung gerückt: Rassismus, Flüchtlinge, Kriege, Klimawandel, der ganz normale, globale Wahnsinn.
Wo werden wir, wird die Welt, nach dieser Krise sein?
Gibt es Hoffnung auf grundlegende Änderungen in der Gesellschaft, hin zu mehr Gerechtigkeit und Gesundung der Natur? Hin zu mehr Achtsamkeit und Bescheidenheit jedes Einzelnen vielleicht?
Es liegt an uns!

Als Kreative kann ich dankbar sein für die Auszeit. Solitäres Arbeiten kann, kenne und mag ich. Doch warum finde ich ausgerechnet jetzt keine Worte? Warum bin ich unruhig, ungeduldig und gleichzeitig gelähmt? Ich suche nach dem gewohnten Fluss der Worte, des Ausdrucks, der Transformation. Bin ich doch gesund und dankbar, auf dem Land zu wohnen, täglich durch den Wald zu gehen, mich mit Yoga fit zu halten. Doch es ist, als ob mich eine wächserne Wand umgibt, die weich erscheint, aber fest ist und undurchdringlich.

Ich möchte gerne die Zeit aufholen, sprachlich, gedanklich die Realität greifen und fassen, in eine Form einrühren, destillieren, sie fühlbar und spürbar machen. Mich mitteilen, einen Blogbeitrag schreiben. Doch die Sprache stockt. Ich bin leer.

Da kommt mir das Video passage in den Sinn, das ich nun am Ende dieses Beitrags teile. Es entstand 2017 in Lissabon im Zug während der Überquerung des Tejo.

Ich finde nur die Brücke, das Bild der Brücke, als geeignetes Symbol für das, was ich nicht ausdrücken kann.

Und da erreicht mich dieser Satz:

"Poetry can be the bridge that connects us during these difficult times".

Die chinesisch-britische Dichterin Mary Jean Chan, geboren in Hong Kong, schrieb 2017 ein Prosagedicht mit Titel: Safe Space (II). Zur Zeit wird es weitläufig auf twitter geteilt, mich erreichte es per Mail von meinen Oxforder Dichterfreund*innen.
Erst heute, nach Ausbruch der Corona-Pandemie, realisierte Mary Jean Chan, dass es ein Sars-poem sei. Denn 2003 erlebte sie die Sars-Epidemie in Hong Kong, ihr Vater war Arzt. Heute lebt sie in England, und als Covid-19 England erreichte, fehlten auch ihr die Worte zu schreiben.

Damals, als Zwölfjährige, während der Krise in Hong Kong, waren Bücher Chans Trost und sie beschloss, Schriftstellerin zu werden. Darauf ihr Vater: “As a doctor, you can cure one person at a time; as a writer, you can heal a whole society.”

Hier ein aktueller, unbedingt lesenswerter Artikel von Mary Jean Chan im Guardian, in dem sie auch den Anfang ihres Prosagedichts Safe Space (II)* zitiert:

https://www.theguardian.com/books/booksblog/2020/mar/21/mary-jean-chan-language-must-be-the-bridge-that-connects-us-


Und hier das Video, mein bildsprachlicher Beitrag:





*
... containing a door you are allowed
to lock. Lock the door, even tough the flat
is empty and there are no mouths, no doors
that let the wild things through: wild love,
wild beauty, wild hurt, wild fear, all those
beasts and your inner voice whispering
these are the options: fight, flight or freeze

Mary Jean Chan
(Flèche, Faber & Faber , 2019)


Möge Dichtung die Brücke sein, die uns auch in guten Zeiten verbindet!